Einführung in die Vipassana-Meditation: Stufe 1 – der Körper

Nach buddhistischer und hinduistischer Vorstellung ist die äußere Welt mit allen ihren Erscheinungen in gewisser Weise nur eine Illusion. Daraus folgt, dass Erkenntnis und Weisheit nicht in dieser äußeren Welt gefunden werden können.

Nur wenn wir nach innen schauen und die Stille in uns finden, können wir Erkenntnis und Weisheit finden. Der Weg, der in diese Stille führt, wird durch die sogenannte Vipassana-Meditation (Einsichtsmeditation) beschrieben.

Über verschiedene Stufen des Übens lenken wir die Aufmerksamkeit immer weiter nach innen, bis wir die Stille finden. Als „Ankerpunkt“ für diese Meditationsübung nutzen wir dabei unsere Atmung, denn sie ist immer verfügbar, wir können leicht unsere Aufmerksamkeit auf sie richten, und sie ist ein Sinnbild des Lebens.

Die nachfolgende Übersicht stellt diese erste Stufe im Überblick dar:

Stufe 1 – der Körper

  • Beobachten der Atmung
  • Beruhigen der Atmung
  • Beobachten des Körpers
  • Beruhigen des Körpers

Diese erste Stufe der Vipassana-Meditation ist aus mindestens zwei Gründen besonders wichtig:

  • Die Beruhigung von Atmung und Körper führt zwangsläufig zu einer Beruhigung von Geist und Seele.
  • Die moderne Gesellschaft führt zu einer Entfremdung vom eigenen Körper; diese ersten Übungen führen uns zu unserem Körper zurück. In dieser Existenz sind wir zwangsläufig an einen Körper gebunden!

Zum Abschluss dieser kurzen Einführung habe ich noch zwei wichtige Hinweise:

  • Es geht bei dieser Übung nicht darum ein Ziel zu erreichen, sondern auf dem Weg zu sein.
  • Philosophisch betrachtet, versuchen wir etwas zu umschreiben, was jenseits unserer Vorstellungskraft bzw. unseres Verstandes liegt.

In Kürze werde ich zu dieser Meditationsübung eine Webinarreihe anbieten. Dabei steht der praktische Teil, also die Meditation als solche, im Vordergrund.

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