Auch Ärger ist ein Gefühl, dem wir mit Achtsamkeit begegnen können

Wenn der Buddha in seiner Lehrrede über die Achtsamkeit sagt, dass wir die Gefühle achtsam behandeln sollen, so schließt diese Aussage auch die negativen Gefühle mit ein!

Der Artikel „Mindfulness of Anger“ stellt eine kleine Übung vor, um den Ärger mit Achtsamkeit und Mitgefühl anzunehmen. Thich Nhat Hanh hat diesen Prozess einmal liebevoll mit den Worten „… nimm den Ärger auf den Arm und schaukle ihn wie ein Baby …“ umschrieben.

Diese Übung, bzw. der Übungsablauf, lässt sich auch gut auf vergleichbare Situationen übertragen.

Selbstwert muss nicht gefunden werden – er ist angeboren!

Ein Grundprinzip im Buddhismus ist, dass jeder Mensch „die Buddha-Natur“ in sich trägt. Dies wird auch ganz wundervoll durch den in Asien üblichen Gruß „Namaste“ („Ich grüße den Buddha in dir!“) zum Ausdruck gebracht.

Der Artikel „How to Recognize Your Innate Self-Worth“ stellt dieses Prinzip aus einer westlichen, wissenschaftlichen Perspektive dar. Er nennt Ursachen eines geringen Selbstwertgefühls, beschreibt „Sabotage-Akte“ am eigenen Selbstwert und gibt Tipps zur Stärkung desselben. Die Vorteile eines gesunden Selbstwertgefühls werden natürlich auch erwähnt!

Achtsame Gedanken zum Feierabend

Für viele von uns ist der heutige Feierabend da oder rückt langsam näher! Dies ist eine gute Gelegenheit, den Übergang vom Berufsalltag in das Privatleben bewusst und achtsam herbeizuführen oder zumindest achtsam zu beobachten.

Der Artikel „3 Mindful Things to Do When You Get Home from Work“ beschreibt drei einfache Übungen, um den Übergang achtsam zu gestalten. Natürlich sind diese Übungen nicht nur am Freitagabend nützlich, sondern an jedem Abend!

Gedanken zur Achtsamkeit – Überblick

Auch wenn es zurzeit den Anschein erweckt, so ist doch Achtsamkeit keine Modeerscheinung unserer heutigen Zeit, sondern eine jahrtausendealte Geisteshaltung, deren Ursprünge im Buddhismus zu finden sind.

Der Buddha selbst betonte in seiner Lehrrede über die Achtsamkeit (die sogenannte Satipatthana Sutta) die große Bedeutung dieser Geisteshaltung. Er erklärte, dass mit ihr “das Leiden überwunden werden kann”.

Die moderne Wissenschaft bestätigt ebenfalls die positive Wirkung der Achtsamkeit. Mit wissenschaftlich evaluierten Programmen wie MBSR, der achtsamkeitsbasierten Stressbewältigung, und MBCT, der achtsamkeitsbasierten Verhaltenstherapie, zeigen sich gute Erfolge bei der Behandlung von stressbedingten Erkrankungen, bei chronischen Erkrankungen und auch bei Depressionen und Angstzuständen.

Aber auch im Alltag zeigen achtsamkeitsbasierte Interventionen positive Veränderungen bei den Teilnehmenden: die Stresskompetenz steigt, die emotionale Ausgeglichenheit wird größer, die Sozialkompetenz wächst, die Gesundheit wird gefördert und auch die Aufmerksamkeit wird gesteigert.

Ein fundamentaler Unterschied zur buddhistischen Idee der Achtsamkeit besteht allerdings darin, dass ethische und moralische Aspekte, wie sie im Buddhismus u. a. im sogenannten “Achtfachen Edlen Pfad” beschrieben werden, in diesen modernen Interpretationen der Achtsamkeit nahezu keine Berücksichtigung finden. Interessant zu wissen in diesem Zusammenhang ist übrigens, dass Achtsamkeit ein Teil dieses “Achtfachen Edlen Pfades” ist!

Nichtsdestotrotz bleibt festzustellen, dass diese modernen Interpretationen der Achtsamkeit verhältnismäßig leicht zu erlernen sind, sehr wirksam sind und auch sehr gut den persönlichen Umständen entsprechend anpassbar sind!

Der nächste Artikel wird sich mit den Prinzipien und Trainingsinhalten dieses “Übungsweges” beschäftigen.