Der gegenwärtige Augenblick

Nachfolgend finden Sie ein wunderschönes Gedicht von Andreas Gryphius, einem deutschen Dichter und Dramatiker des Barocks:

Betrachtung der Zeit

Mein sind die Jahre nicht,
die mir die Zeit genommen;
mein sind die Jahre nicht,
die etwa mögen kommen;
der Augenblick ist mein,
und nehm ich den in acht,
so ist der mein,
der Zeit und Ewigkeit gemacht.

(Andreas Gryphius (1616 - 1664),
Epigramme - das erste Buch,
76. Betrachtung der Zeit)

Die Idee, dass nur der gegenwärtige Augenblick wirklich zählt, ist offensichtlich kulturübergreifend! Wir finden in diesem Gedicht eine erstaunliche Parallele zum Buddhismus, der in seiner Geisteshaltung der Achtsamkeit genau das o. g. Gedicht widerspiegelt.

Diese Geisteshaltung der Achtsamkeit ist aber kein abstraktes, philosophisches Prinzip, sondern im Idealfall ein integraler Bestandteil des alltäglichen Lebens! Besonders gut lässt sich Achtsamkeit mit Hilfe der Dinge entwickeln, die uns unser ganzes Leben lang begleiten, z. B. der Atmung. Hier finden Sie eine kleine Übung dazu und hier ein Grundlagen-Webinar in meiner Online-Akademie.