Die eigene Achtsamkeitspraxis beginnen und entwickeln: achtsames Atmen

Achtsamkeit im Alltag

Kennen Sie auch das Sprichwort: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“?

Forschungen im Bereich der Neurowissenschaften belegen inzwischen eindrucksvoll, dass wir niemals zu alt sind, um etwas Neues zu lernen! Ausschlaggebende Faktoren für den Lernerfolg, bzw. die Verhaltensänderung, sind eher unsere Motivation, unser Engagement und unsere Selbstdisziplin.

Zusätzlich beeinflussen auch einige ganz praktische Aspekte unseren Fortschritt, z. B.: unsere Erwartungshaltung bzgl. eines sofortigen Übungserfolges, die Auswahl der für mich persönlich richtigen Übung zu Beginn und die Anleitung und Begleitung durch den Meditationslehrer.

Zu Beginn ist es wichtig, einen Ankerpunkt zu finden, zu dem wir immer wieder zurückkehren können, wenn unser Geist abschweift. Dieser Ankerpunkt sollte immer verfügbar sein und uns mit dem gegenwärtigen Augenblick verbinden. Unsere Atmung erfüllt diese Bedingungen in idealer Art und Weise!

Probieren Sie doch einfach einmal die folgende Übung aus, die Sie auch problemlos in den Alltag integrieren können, z. B. um Wartezeiten sinnvoll zu überbrücken.

Übung: achtsame Atmung

  • nehmen Sie eine bequeme Position ein, sei es im Liegen, Sitzen oder Stehen
  • richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Atmung, ohne sie zu verändern
  • beobachten Sie, wo Sie die Atmung in Ihrem Körper gut wahrnehmen können, und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf diesen Bereich (vielleicht spüren Sie die Bewegung der Bauchdecke, oder Sie nehmen den Luftstrom im Nasen-Rachen-Raum wahr)
  • spüren Sie auch die kurzen Pausen zwischen den Atemzügen
  • gern können Sie die Atmung im Geist verfolgen: „Ich atme ein, und weiß, dass ich einatme; ich atme aus, und weiß, dass ich ausatme.“
  • werden Sie abgelenkt, beobachten Sie diese Ablenkung kurz, und kehren Sie dann zur Beobachtung der Atmung zurück
  • führen Sie diese Übung für ein paar Minuten aus, und nehmen Sie die beruhigende und erfrischende Wirkung wahr

In Kürze finden Sie auf meiner Website „https://www.bildungsportal.hpo-net.de/“ einen Online-Kurs, der sich mit dem Thema Achtsamkeit beschäftigt.

Herzliche Grüße zum neuen Jahr

Ich wünsche uns allen ein gesundes und glückliches neues Jahr 2018!

Außerdem möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Teilnehmenden und Geschäftspartnern für die gute Zusammenarbeit bedanken. Ich freue mich schon sehr auf die kommenden gemeinsamen Aktionen im neuen Jahr!

Existenzielle Gegebenheiten in der Beratung und im Coaching

Morgenmeditation

Unser Dasein wird durch zwei fundamentale Erkenntnisse geprägt. Erstens, wir können nur im „Hier und Jetzt“ leben, und zweitens, wir können unser Leben nur insgesamt leben!

Aus diesen Erkenntnissen heraus wird unsere Existenz durch verschiedene „existenzielle Gegebenheiten“ bestimmt. Diese wurden von verschiedenen Philosophen (z. B. Sartre) und Psychologen/Psychiatern (z. B. Frankl, Yalom und van Deurzen) eingehend beschrieben und wie folgt benannt:

  • Embodiment: das Bewusstsein benötigt in dieser Existenz einen Körper;
  • Unabhängigkeit und Beziehung: das Spannungsfeld zwischen Isolation und Gemeinschaft;
  • Freiheit und Verantwortung: die Freiheit zu wählen und die Verantwortung für diese Wahl zu übernehmen;
  • Tod, Endlichkeit und Begrenzungen: die menschliche Existenz umfasst nur einen bestimmten Zeitraum und ist von verschiedenen Einschränkungen bestimmt (z. B. körperlich und materiell);
  • Bedeutung und Bedeutungslosigkeit: der Mensch ist an etwas beteiligt, was über seine persönliche Existenz hinausragt;
  • das Unbekannte: wir wissen nicht, was uns erwartet; und das, was kommt, können wir nicht kontrollieren.

Hinter den Themen in einer Beratungs- und/oder Coaching-Situation können sich durchaus existenzielle Fragestellungen verbergen.

Veränderungen sind ein Teil des Lebens

Das Unbekannte

Der Buddhismus legt dar, dass alles im Leben ständigen Veränderungen unterliegt, und dass wir diesen Prozessen auch nicht entkommen können. Zusätzlich wissen auch nicht, wohin uns diese Veränderungen führen werden.

Wir müssen also Strategien entwickeln, um zum einen diese existenzielle Unsicherheit aushalten zu können, und um zum anderen trotzdem ein (wenn auch nicht immer) glückliches und bedeutungsvolles Leben führen zu können. Der Artikel „How to Ride the Waves of CHANGE“ gibt uns dazu ein paar nützliche Hinweise!

Dem ehrenwerten Ajahn Chah wurde einmal diesbezüglich ein wunderschönes Kompliment gemacht: „Er konnte in der Unsicherheit ausruhen.“