Alles ist im ständigen Wandel

Wenn wir in unserem Leben mehr Wohlbefinden und Zufriedenheit finden wollen, müssen wir eine fundamentale Tatsache akzeptieren: es gibt nichts auf der Welt, was für immer Bestand hat, weder materielle Güter, unser Körper, unsere Gefühle, unsere Gedanken noch unser Geist selbst.

Diese Erkenntnis führt aber nicht zwangsläufig zu Leid und Trauer, sondern schlussendlich zur Befreiung davon, und damit auch zu mehr Wohlbefinden und Zufriedenheit! Auf dem Weg zur Freiheit sind folgende Überlegungen vielleicht hilfreich:

die Vergänglichkeit führt nicht zum Nichts, sondern ist immer Ausgangspunkt für etwas Neues;

die Vergänglichkeit lehrt uns Respekt und Wertschätzung für alles, was uns umgibt, allerdings ohne jegliche Anhaftung;

Achtsamkeit führt uns zum Verständnis der Vergänglichkeit: nur der gegenwärtige Augenblick existiert, den wir nicht wertend beobachten.

Ein wunderschönes Gedicht aus dem Buch „The Life of Shabkar: Autobiography of a Tibetan Yogin“, das ich hier auszugsweise zitieren möchte, beschreibt diese fundamentale Tatsache wie folgt:

“ …

A flower born in a meadow,
I enjoy perfect happiness
With my brightly colored petals in full bloom. Surrounded by an eager cloud of bees,
I dance gaily, swaying gently with the wind. When a fine rain falls, my petals warp around me;
When the sun shines I open like a smile.

Right now I look well enough,
But I won’t last long.
Not at all.

Whatever is born will die;
Whatever is joined will come apart;
Whatever is gathered will disperse;
Whatever is high will fall.

Having considered this,
I resolve not to be attached
To these lush meadows,
Even now, in the full glory of my display,
Even as my petals unfold in splendor . . .

… “

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